Schwedischer Jazz-Pianist Esbjörn Svensson bei Tauchunfall gestorben
Man kann sich zurecht fragen, ob dieses Thema etwas in einem Blog zu Web-2.0 und Digitalkultur zu suchen hat, aber ich denke, ich muss hier mal eine Ausnahme machen.
Als wir Ende 2005 die Basis für die Produktionssoftware für das T3N Magazin entwickelten, unsere Firma yeebase gründeten und nächtelang vor den Rechnern hingen, lief die Musik von Esbjörn Svensson die Ganze Zeit im Hintergrund.
Mit Esbjörn-Svensson-Musik haben wir über unsere Probleme nachgedacht, Lösungen entwickelt und freundschaftlich bei einem Bier über die Zukunft philosophiert.
Ich habe Esbjörn Svensson mehrmals live spielen gehört und für mich war das Esbjörn Svensson Trio (E.S.T.) immer die Referenz dafür, was möglich ist, wenn gute Freunde anfangen sich für eine gemeinsame Sache zu verwirklichen. Da muss man kein Jazz-Fanatiker sein, um zu begreifen, dass es hier um mehr geht als stumpfe Musik.
Auf einem E.S.T.-Konzert standen grauharige Rentner mit 16-Jährigen Schülern gemeinsam in der ersten Reihe und trotzdem hatte man das Gefühl, dass alles irgendwie zusammenpasste und man auch ohne langjähriges Jazz-Knowhow etwas Positives mit nach Hause nehmen konnte.
Für mich hatte das immer ein Bisschen was von Open Source, Flow-Theorie und gelebter Offenheit.
Mir wird Esbjörns Kreativität und intuitive Musik fehlen und ich hoffe zutiefst, dass die verbleibenden E.S.T-Musiker Dan Berglund (Bass) und Magnus Oström (Drums) den Mut finden, eines Tages etwas Neues zu starten.


Hallo Martin, finde es sehr gut, daß Du diesen Artikel reingestellt hast. Kann sehr gut nachvollziehen, daß Dich sein Tod trifft, denn der Sound ist echt cool. Bin kein großer Jazz-Kenner, aber das klingt echt gut. Wirklich schade...