GTD am Mac - OmniFocus vs. Things

Blog-Autor Jan Jan
27.01.08 - 22:51

Software-Tools für die Selbstmanagement-Methode "Getting Things Done" (GTD) gibts wie Sand am Meer. Vor einigen Wochen bei ich auf das Mac-OS-X-Tool "Things" gestoßen - und bin begeistert.

Screenshot des GTD-Tools Things

Nachdem ich vor rund einem halben Jahr im Blog von Frank Westphal auf GTD gestoßen bin, habe ich mich zunächst im Netz schlau gemacht, einige GTD-Tools ausprobiert und mir das Buch von Davin Allen in der deutschen Übersetzung gekauft (teilweise tewas holprig übersetzt).

Auf der Suche nach dem richtigen Software-Tool für GTD bin ich bei der Omni Group, bekannt durch Tools wie OmniGraffle (Diagramme) und OmniOutliner (Ideen-Organisation), auf die Beta-Version von OmniFocus gestoßen (mittlerweile ist Version 1.0 erschienen). Die ersten Screencasts haben mich damals total begeistert, alles schien mir ziemlich intuitiv und optisch gut gelöst.

Nach zwei Monaten im Einsatz muss ich allerdings sagen: OmniFocus ist mir zu überladen mit Funktionen und passt nicht zu meiner Art, GTD zu nutzen. Das größte Problem ist die starre Einteilung in Planungs- und Kontext-Modus. Zu jeder Aufgabe einen starren Kontext festzulegen viel mir jedes mal schwer und bei der täglichen Arbeit hatte ich ständig das Gefühl, einen wichtigen Task zu übersehen.

Eine Gegenentwurf zu dem großen Funktionsumfang von OmniFocus ist TaskPaper - ein sehr schlankes GTD-Tool auf Basis einer Textdatei, das mein Kollege Andy nutzt.

Vor zwei Wochen schickte Andy mir dann einen Link zu Things. Das GTD-Tool wird von CulturedCode entwickelt, dahinter steht die Dr. Schweizer und Marquetant GbR aus Mössingen. Things bietet alles, was mir an OmniFocus fehlte. Statt starrer Kontexte setzt Things auf Tags. Jeder Aufgabe kann man beliebig viele Tags zuordnen (z. B. "t3n nr.11", "lesen", "interessant").

Neben Projekten bietet Things die Möglichkeit, Aufgaben einer Area zuzuordnen. Areas eigenen sich perfekt für als Container für Aufgabenbreiche, die anders als Projekte keinen festen Abschluss haben (z.B. Personal)

Die anstehnden Aufgaben listet Things zusätzlich zu den thematischen Ordnern "Projects" und "Areas" auch in den zeitlichen Ordnern "Today", "Next", "Someday" und "Postponed" (aufgeschoben). Bei meinem täglichen Review versehe ich die wichtigsten Tasks des Tages mit dem Flag "Today", damit sie in der Liste für heute landen. Wenn ich Tasks mit einem festen Termin versehen habe, landen diese am Tag ihrer Erledigung automatisch in der Today-Liste - genau so stelle ich mir GTD vor.

Derzeit befindet sich Things in einer Beta-Phase. Für die Zukunft sind unter anderem folgende Features geplant:

  • Integration in iCal
  • Integration in Quicksilver
  • Intelligente Ordner
  • iPhone Support
  • Team-Funktionen

Ein Screencast zeigt Things im Einsatz. Derzeit kann Things kostenlos heruntergeladen werden, Version 1.0 soll im Frühling veröffentlicht werden und 49 US-Dollar kosten.

 

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3 Kommentare

  1. andylenz77 am 28.01.08 - 08:53

    jetzt bitte noch einen things vs. taskpaper vergleich! ;) da taskpaper sehr simpel gehalten ist, würde dies vielleicht garnicht sooooo spannend werden... mich würde mal interessieren, wer überhaupt was nutzt? ikke bin noch total happy auf taskpaper unterwegs, mit fehlt nur die reminder funktion.

  2. rkwichmann am 09.02.08 - 16:43

    Das Problem mit Büchern und Tools zum Thema "Zeitmanagement" ist doch: die Menschen ohne Zeitprobleme wenden die Tools einfach an. Die Menschen mit Zeitproblemen kennen zwar auch die Tools - wenden sie aber nicht an!

    Warum ist das so?
    Über die psychologischen Hintergründe dabei habe ich einen Blogbeitrag geschrieben, der vielleicht dazu interessant ist:
    http://tinyurl.com/2km9ly

  3. thomas.hempel am 01.04.08 - 13:47

    Ich habe iGTD in Benutzung. Hat ein paar sehr nette Features und ist Freeware.

    Grüße,
    Thomas

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