Das lokale Web
Laut Marion Jensen, der Autorin des Artikels, folgt der Sozialisierung des Web die Lokalisierung der darin enthaltenen Informationen. Diese sollen mittels Geodaten mit bestimmten Orten verknüpft und anschließend dank GPS-Positionierung von eben diesen Lokalitäten aus abrufbar sein.
Dies kann laut Jensen eine enorme Erleichterung sein: Befindet man sich beispielsweise an einem Bahnhof, plant man aller Wahrscheinlichkeit nach eine Zugfahrt. Statt nun mit Schlagworten nach Details zur gewünschten Verbindung zu suchen, bekäme man auf seinem Mobiltelefon oder Laptop sofort alle anstehenden Abfahrten zu sehen. Bei einem Spaziergang durch die im Web erfasste Stadt erhielte man an jeder Ecke Informationen zur Geschichte ihrer Gebäude, zur Qualität der ansässigen Restaurants oder zur Morphologie der benachbarten Bäume. Der persönliche Informationsschwerpunkt könnte dabei mit Hilfe von Tags bestimmt werden.
An Standards zur Erfassung von Geoinformationen, wie der Geography Markup Language, wird bereits gearbeitet. Auch sonst ist das Thema heiß diskutiert, wie die in wenigen Tagen in Vancouver (Kanada) stattfindende GeoWeb-Konferenz beweist, die unter anderem von Google und Microsoft gefördert wird.
Meiner Meinung nach eine nette Idee - doch will man wirklich überall und jederzeit im Internet nachforschen? Warum nicht auch mal abschalten, die Welt durch die eigenen Augen entdecken und die Bahnverbindung an der Information erfragen?

